


1. Februar - Imbolg, Fest der Feuergöttin Brigid, (eine Schutzheilige von Irland)
Die Ankunft des Frühlings verkörpert Brigid in ihrem dreifachen Aspekt. Sie gilt als Patronin der Heiler, Dichter und Schmiede. Mit der Christianisierung Irlands wurde im Kloster in Kildare eine Schwesternschaft gegründet, der Kult der Brigid. Die Mitglieder der Schwesternschaft hüteten den Kessel des ewigen Feuers, dessen Feuer bis zu der Reformation brannte. Auch heute noch symbolisiert dieser Kessel die Gebärmutter, den heilenden Zauberkessel. Man sagt, dass Kräuter, die an diesem Tag von der großen Mutter gesegnet werden, über eine besonders große Heilkraft verfügen.
Als Juno Februata - der jungfräulichen Mutter des Mars - verehrten heidnische Römerinnen diesen Aspekt der Göttin, deren ewiges Feuer noch heute die Herzen entflammen soll. Nach altem Glauben- Levitikus 12, galt die Mutter bei Geburt eines Sohnes 40 Tage und bei der Geburt einer Tochter 80 Tage als verunreinigt. Mit Ablauf dieser Frist galten Mütter als gereinigt und ihnen zu Ehren wurde ein Fest gegeben. Christen feiern mit Lichtmess den Tag der Aussegnung Mariae.
14. Februar - Valentinstag, Lupercalia Lupercalia
Zwei Wochen nach Lichtmess begeht die große Göttin im Liebes Taumel. Diesen Tag segnet die Große Göttin ganz besonders im Zeichen der der Liebe. Das Band zweier Liebender, soll an diesem Tag mit dem besonderen Wohlwollen der Göttin gefestigt werden.
16. Februar - Fest der Göttin Hekate, Verschmelzung aller sieben Hathors
Als einer der ältesten Aspekte der Dreifachen Großen Mutter, Königin der Hexen, schenkt sie als Urmutter allen Frauen Kraft. Als Göttin der Unterwelt und des Dreifachen Mondes, ist sie mit den Schatten vertraut, deren Licht sie sehr wohl zu erkennen vermag. Lichtreinigungen unter Hekates Schutz sollen besonders wirksam sein.




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Vom 01.02.2012- 30.21.2012
Tag 1... Fest der Brigit, Chinesisches Neujahr / Farbe des Tages...blau / Kräuter- Duft... Patschuli Tag 2... Imbolc, Fest den Pan / Farbe des Tages…gelb / Kräuter - Duft ...Koriander Tag 3... Powamu- Fest (Hopi)/ Farbe des Tages...braun / Kräuter - Duft...Kardamom Tag 4... Tag der Familie, Setsu- Bun- Fest (Japan),Tag von König Frost / Farbe des Tages...blau / Kräuter - Duft...Weihrauch Tag 5... Tag 6... Fest der Aphrodite / Farbe des Tages...rosa / Kräuter - Duft...Lavendel Tag 7... Tag der Göttin Selene, Tag der Göttin Wyrd / Farbe des Tages...grün / Kräuter - Duft...Benzoe Tag 8... Fest der gebrochenen Nadeln (Japan)/ Farbe des Tages...schwarz / Kräuter - Duft...Eisenkraut Tag 9... Narvik-Sonnenumzug (Norwegen), Fest des Apollon / Farbe des Tages...gelb / Kräuter - Duft ...Lemongrass Tag 10... Li- Chum- Fest (China), Fischefest (Nigeria), Tag der Göttin Anaitis (Persien)/ Farbe des Tages...violett / Kräuter - Duft ...Jasmin Tag 11... Fest der lieben Frau von Lourdes / Farbe des Tages...rot / Kräuter - Duft ...Rose Tag 12... Fest der Diana, Tag der Göttin Artemis / Farbe des Tages...braun / Kräuter - Duft ...Pfefferminze Tag 13... Tag 14... Valentinstag, Tag der Juno- Lupa / Farbe des Tages...weiß / Kräuter - Duft...Rose Tag 15... Fest der Lupercalien / Farbe des Tages...rot / Kräuter - Duft... Bergamotte Tag 16... Fest der Hekate / Farbe des Tages...schwarz / Kräuter - Duft...Zedernholz Tag 17... Geburt der Göttin Kali Durga / Farbe des Tages...schwarz / Kräuter - Duft...Weihrauch Tag 18... Spenta Armaiti (antikes Persien)/ Farbe des Tages...orange / Kräuter - Duft...Mandarine/ Orange Tag 19... Geburt der Göttin Minerva / Farbe des Tages...grau / Kräuter - Duft...Zypresse Tag 20... Einstellung des neuen Dalai Lama (Tibet)/ Farbe des Tages...gelb / Kräuter - Duft ...Zitrone Tag 21... Laternenfest (China)/ Farbe des Tages...grün / Kräuter - Duft ...Pfefferminze Tag 22... Concordia-Fest (antikes Rom)/ Farbe des Tages...weiß / Kräuter - Duft ... Koriander Tag 23… Tag der Göttin Nut / Farbe des Tages...blau / Kräuter - Duft...Myrre Tag 24... Tag der Göttin Ariadne, Shirvaratri (Indien)/ Farbe des Tages...türkis / Kräuter - Duft...Frauenmantel Tag 25... Marokkanischer Tag der alten Weiber / Farbe des Tages...rosa / Kräuter - Duft...Rosmarin Tag 26... Tag der Hygeia, Nacht des Pentagramms / Farbe des Tages...schwarz / Kräuter - Duft...Weihrauch Tag 27... Fest der Göttin Pyrrha / Farbe des Tages...hellgrün / Kräuter - Duft...Ylang- Ylang Tag 28... Tag der Erdgöttinnen / Farbe des Tages...braun / Kräuter - Duft...Zimt Tag 29... Tag 30... Tag 31... ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |




Schon immer war die Bezeichnung "Hexe" eine Negativwertung.Das Wort Hexe ist zurückzuführen auf das althochdeutsche Wort
hagazussa oder hagzussa was soviel bedeutet wie- Zaunreiterin - , oder ein sich auf Zäunen und Hecken aufhaltendes dämonisches Wesen.
Eine andere Deutung unterteilt das Wort in hag = Rodung, Feld und Flur und in zussa = die Schädigende.
In der Bibel wird von der bacularia = Besenreiterin, oder venefica = Giftmischerin gesprochen.
Durch die päpstlichen Bullen, staatliche Gesetze und Literatur ( z.b.s. Der Hexenhammer ) wurde die Definition: -Eine Hexe ist ein Wesen, welches mit dem Teufel Unzucht treibt.- geprägt.Grundbedingung für den Hexenglauben war in jedem Fall der christliche Glaube , da ja die Hexe eine Buhle des Teufels , und ihm zu Willen war Um eine Hexe zu erkennen wurden diesen Schriften nach, die Merkmale: unübliche Augenfarbe ( z.B. dunkler Typ, hellblaue Augen),Warzen, Muttermale, Sommersprossen und die berühmten roten Haare, zugrunde gelegt..Je älter und hässlicher eine solche Hexe / er war umso besser . Aber auch große und ungewöhnliche Schönheit konnte ein Indiz für Hexerei sein . Ein Besen und eine schwarze Katze rundeten das Bild ab .
Mehrheitlich wurden erwachsene Frauen als Hexen bezeichnet. Zum Vergleich: Die Zahl der männlich verurteilen Hexer betrug in der Zeit der Hexenverfolgung nur ca. 10-15%.

Hexenverfolgung im mittelalterlichen Europa

Noch in der Zeit der Aufklärung gab es vereinzelt Hexenprozesse. In der Schweiz wurden in zwei Fällen sogar Gruppen von Kindern der Hexerei bezichtigt und einem Gericht vorgeführt. Erst nachdem Inquisitoren aus Rom intervenierten, wurden (beim ersten Prozess) die Kinder frei gelassen. Bei dem zweiten Hexenprozess wurden die Eltern vom weltlichen Gericht dazu gezwungen, entweder ihre Kinder ziehen zu lassen und eine Bescheinigung über ihren Tod vorzulegen oder ihre Kinder selbst zu vergiften. Es stellte sich heraus, dass viele Eltern tatsächlich ihren Kindern Gift verabreichten.
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Die tatsächliche Verfolgung geschah jedoch, im Gegensatz zur Inquisition , durch weltliche Gerichte und in sehr vielen Fällen aufgrund von Denunziationen aus der Bevölkerung. Ein bekanntes Beispiel ist die Mutter von Johannes Kepler, die 1615 aufgrund eines Streites, von einer Nachbarin als Hexe bezeichnet wurde. Sie war über ein Jahr gefangen gesetzt, wurde mit der Folter bedroht, aber schließlich aufgrund der Bemühungen ihres Sohnes freigesprochen.
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Somit entstand ein vermischtes Neuverständnis der Hexen. Nicht mehr der Schaden, den die Hexen anrichten, war ihr entscheidendes Merkmal, sondern der Abfall vom Glauben und der damit verbundenen Zuwendung zum Teufel. Nunmehr bildeten sie eine -- geistliche -- Gefahr; die Kirche ging gegen ihre abtrünnigen Gläubigen, nach den Grundsätzen des Augustinus von Hippo, mit Zwang und Feuer für ihre Seelenrettung vor.
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Von großer Bedeutung war dabei vor allem die Idee einer allgemeinen Hexenverschwöhrung. Hierfür wurde die Vorstellung des Hexensabbats herangezogen. Man glaubte hier einer orgiastischen Versammlung auf der Spur zu sein, bei der die Schwarze Messe den Höhepunkt bildete. Auf solchen Schwarzen Messen feierte die so genannte Synagoge des Satans (= Kirche des Satans) eine Art verkehrten Gottesdienst, um Gott und seine Kirche zu lästern, zu verhöhnen. Man glaubte, dass die gesamte Existenz des Christentums durch diese "Hexensekte" bedroht sei.
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Zu den Merkmalen einer Hexe gehören laut der Hexenlehre der frühneuzeitlichen Hexentheoretiker : 1. der Hexenflug auf Stöcken, Tieren, Dämonen oder mit Hilfe von Flugsalben 2. Treffen mit dem Teufel und anderen Hexen auf dem Hexensabbat 3. der Pakt mit dem Teufel 4. der Geschlechtsverkehr mit dem Teufel (in Gestalt von Incubus und Succubus, der so genannten Teufelsbuhlschaft) und 5. der Schadenszauber. Diese fünf Merkmale bildeten ab etwa 1400 den elaborierten Hexencode.
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Die eigentliche europäische Hexenverfolgung fand in der Frühen Neuzeit vor allem in Mitteleuropa statt. Bei der europäischen Hexenverfolgung von1450 - 1750 handelte es sich nicht nur um eine kirchliche Aktion gegen "Ketzer", sondern auch um ein europäisches Hysterie - Phänomen bezüglich Zauberei , das juristisch zur Straftat der Zauberei umgesetzt wurde und zu vielen Verdächtigungen,Denunziationen, offiziellen Massenprozessen und Hinrichtungen führte. Neuere Forschungen belegen, dass häufig ältere Frauen und sozial Benachteiligte der Hexerei verdächtigt wurden. Dabei genügten häufig Gerüchte oder Denunziationen, die häufig durch Folter erzwungen wurden.
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Hexerei ist für die Kirche kein bedrohendes Vergehen wie die anderen mittelalterlichen Ketzereien. Dies wird deutlich in der Anweisung Papsts Alexander der VI vom 20. Januar 1260 an die Inquisitoren, Hexen seien nicht aktiv zu verfolgen, sondern nur auf Anzeigen hin festzunehmVorrang. en, festgelegt. Prozesse gegen Hexen sollten bei Zeitmangel zurückgestellt werden, die Bekämpfung von Ketzereien habe Vorrang .
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Die Existenz von Teufel und Dämonen war jedoch theologisch akzeptiert ,Thomas von Aquin , der über das Mittelalter hinaus maßgebliche katholische Theologe und Philosoph, schuf für ein verändertes "kirchliches" Hexenbild die theoretische Grundlage. Nach seiner Auffassunschlossen die Menschen, wenn sie Hexen würden, mit dem Teufel einen Pakt, der bis zum sexuellen Verkehr reiche.
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Erste Verurteilungen von Hexen gibt es im13 . Jahrhundert mit dem Aufkommen der Inquisition, die jedoch ihr Hauptaugenmerk nicht auf Hexen, sondern auf Ketzer richtete.
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Von großer Bedeutung war dabei vor allem die Idee einer allgemeinen Hexenverschwöhrung. Hierfür wurde die Vorstellung des Hexensabbats herangezogen. Man glaubte hier einer orgiastischen Versammlung auf der Spur zu sein, bei der die Schwarze Messe den Höhepunkt bildete. Auf solchen Schwarzen Messen feierte die so genannte Synagoge des Satans (= Kirche des Satans) eine Art verkehrten Gottesdienst, um Gott und seine Kirche zu lästern, zu verhöhnen. Man glaubte, dass die gesamte Existenz des Christentums durch diese "Hexensekte" bedroht sei.
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Von Seiten der Kirche gab es u.a.durch Johannes Brenz auch Kritik an der Hexenverfolgung
Die vorchristlichen Germanen kannten die Verbrennung von Schadenszauberern. Im karolingischen Frühmittelalter war Hexenverfolgung jedoch kein Thema. Im Gegenteil stellte das Konzil von Paderborn im Jahre785 den Glauben an Hexen und ihre Verfolgung unter Strafe: Wer vom Teufel verblendet nach Weise der Heiden glaubt, es sei jemand eine Hexe und fresse Menschen, und diese Person deshalb verbrennt oder ihr Fleisch durch andere essen lässt, der soll mit dem Tode bestraft werden. (zitiert aus Soldan/Heppe). Karl der Große bestätigte dies durch ein Gesetz.

Besonders während des Dreißigjahrigen Krieges (1618-1648) wütete die Hexenverfolgung in Mitteleuropa. Der Krieg und die sogenannte Kleine Eiszeit, die allmählich ihrem Höhepunkt entgegenstrebte, hatten die Felder verwüstet, die Häuser zerstört, die Bevölkerung dezimiert; Hunger und Seuchen forderten ihre Todesopfer. Gerade in dieser kriegerischen Zeit verdächtigten viele Leute angebliche "Hexen" und lieferten sie an die weltlichen Gerichte aus.Die Prozesse wurden wie folgt durchgeführt :
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1. Anklage: Oft ging einer tatsächlichen Anklage eine jahrelange Phase des Gerüchtes voraus. Die Anklage konnte auf Grund einer Denunziation erfolgen, die von einer bereits inhaftierten Hexe - möglicherweise unter der Folter - erfolgt war, eine sogenannte Besagung. Selten gestand man vermeintlichen Hexen das Recht auf eine Verteidigung zu.
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2.Inhaftierung: Gefängnisse im heutigen Sinne gab es in der Frühen Neuzeit noch nicht, deshalb hielt man die Angeklagten in Kellern oder Türmen gefangen. Die heute noch an vielen Orten anzutreffenden Hexentürme waren aber oftmals gar keine reinen Hexentürme, sondern meist allgemeine Gefängnistürme oder z.T. auch einfach nur Türme der Stadtmauern.
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3.Verhör: Man unterscheidet in der Regel drei Phasen des Verhörs: die gütliche Befragung, die Befragung mit Vorzeigen und Erklären der Folterinstrumente und die peinliche Befragung, bei der die Folter Anwendung fand. Im Rahmen von Hexenprozessen fiel meist die Beschränkung der Folteranwendung auf eine Stunde weg, da man hier von einem crimen exceptum (Ausnahmeverbrechen) ausging, was besondere Härte verlangte. Häufig kamen Daumenschraube,Rad ( Folter ),Streckbank ( Folter ) und Spanischer Stiefel hierbei zum Einsatz. Ebenso galt bei Hexenprozessen oftmals die sonst übliche Regel nicht, dass man einen Angeklagten nur 3 Mal der Folter unterwerfen dürfe und wenn bis dahin kein Geständnis vorliege, er freizulassen sei. Im Hexenhammer wurde dazu geraten die verbotene Wiederaufnahme der Folter ohne neue Beweise als Fortsetzung zu deklarieren.
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4.Hexenproben: Das offizielle Gerichtsverfahren sah keine Hexenprobe vor, ja eigentlich galt ein Verbot ihrer Anwendung. Dennoch griffen viele Gerichte in den verschiedensten Teilen des Deutschen Reiches auf sie zurück. Die Bewertung der Hexenproben war ebenso unterschiedlich wie überhaupt ihre Anwendung. Manchmal galten die Hexenproben als starker Beweis, manchmal als schwacher. Folgende Hexenproben sind die bekanntesten:Wasserprobe (auch als Hexenbad bezeichnet) Feuerprobe (kam jedoch äußerst selten vor) Nadelprobe(hier wurde das so genannte Hexenmal gesucht) Tränenprobe, ,Wiegenprobe
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5.Geständnis: Niemand durfte ohne ein Geständnis in der Frühen Neuzeit verurteilt werden - das galt auch für die Hexenprozesse. Doch aufgrund der Regeln in der Anwendung der Folter war die Wahrscheinlichkeit, ein Geständnis zu erlangen, bei Hexenprozessverfahren um ein vielfaches höher als bei anderen Prozessen.
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6.Befragung nach Mitschuldigen: Da die Hexen laut der Hexenlehreauf den Hexensabbaten ihre Mitgenossen trafen, mussten sie diese auch kennen. In einer zweiten Verhörphase wurden die Angeklagten nun nach den Namen der anderen Hexen bzw. Hexenmeister befragt - eventuell auch wieder mit erneuter Anwendung der Folter. Dadurch wurde die Liste der Verdächtigen unter Umständen immer länger, da unter Folter immer neue Menschen beschuldigt wurden ebenfalls eine Hexen zu sein. Das Resultat waren regelrechte Kettenprozesse.
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7.Verurteilung
Hinrichtung: Auf das Verbrechen der Hexerei stand die Strafe des Feuertodes, also der Scheiterhaufen, auf dem man lebendig verbrannt wurde. Als ein Akt der Begnadigung galt die vorherige Enthauptung, Erdrosselung oder das Umhängen eines Pulversäckchens um den Hals, oder auch die Verwendung von grünem und nassem Holz, sodass die Verurteilte am Rauch erstickte bevor sie verbrannte.



Die Verfolgung von zu Hexen erklärten Frauen und Männern forderte in ganz Europa nach neueren Forschungen und umfangreichen Auswertungen der Gerichtsakten etwa 40.000 bis 60.000 Todesopfer, davon allein 25.000 auf dem Boden des Heiligen römischen Reichs deutscher Nationen. 80 % der Opfer waren Frauen. Dazu kam eine hohe Zahl weiterer zu Konfiskationund Haft Verurteilter. Insgesamt soll etwa drei Millionen Menschen der Prozess gemacht worden sein, etwa jeder Fünfzigste wurde hingerichtet. Die früher verbreiteten Zahlen von mehreren 100.000 Todesopfern stützen sich auf Schätzungen und das durch Literatur und Filme verbreitete Bild einer ungezügelten Hexenverfolgung.1786 veröffentlichte Gottfried Christian Voigt seine -auf falschen Zahlen beruhenden- These von neun Millionen hingerichteter Hexen, die aber zu Propagandazwecken von den Nazis wiederaufgegriffen wurde und noch heute durch die Literatur geistert.

Ehrendes Gedenken der Opfer der Hexenverfolgungen , stellvetretend für die vielen anderen ~ größtenteils Unbekannten

• Elsa Buddenboems (1627 ) hingerichtet in Münster
• Greta Bünichmann wurde 1635 hingerichtet. Die mildernden Umstände bestanden darin, dass sie enthauptet und nicht bei lebendigem Leib verbrannt wurde. Ein mögliches Motiv für den Prozess war, das das Ehepaar, bei dem sie gearbeitet hatte, Schulden bei ihr gemacht hatte.
• Margarete Bucklin (Geburts- und Todesdatum unbekannt, aus Petersaurach) im Markgraftum Brandenburg-Ansbach wurde 1594 zur Zeit der Hexenverfolgungen in einem Hexenprozess angeklagt . Ob Margarete Bucklin letztendlich rehabilitiert wurde, geht aus den Akten nicht hervor. Ihr Prozess endete zwar nicht mit ihrer Hinrichtung, jedoch aber mit der Zerstörung der Grundlagen ihrer Existenz.
• Psychoterror und erpresste Aussagen trieben den siebzigjährigen Mann in den Wahnsinn. Am Abend des 18. April 1616 bewahrte der Tod Christian zum Loe vor der bereits beschlossenen Folter.
• Hellene Mechthildis Curtens (* 1722 in Gerresheim, † 19. August 1738 in Gerresheim) wurde im Alter von 14 Jahren im letzten Hexenprozess am Niederrhein in Deutschland verhaftet, und knapp zwei Jahre später zum Tode verurteilt.
• Elisabeth von Doberschütz, geborene von Strantz († 17. Dezember 1591 in Stettin, Pommern) wurde als Hexe vor den Toren Stettins hingerichtet und verbrannt.
• Der "Drache zu Dieburg" war der Glöckner und Kupferschmied Lorenz Drach aus Dieburg. Er wurde am 18. April 1603 im kurmainzischen Aschaffenburg zusammen mit anderen Männern durch Vierteilung hingerichtet.
• Anna Dürrin (Geburts- und Todesdatum unbekannt, aus Crailsheim) wurde 1594 zur Zeit der Hexenverfolgungen in einem Hexenprozess angeklagt.
• Henneke von Essen , der angeklagte Bürgermeister gestand trotz der Qualen der Folter nicht. Der 70 Jahre alte Mann wurde aber nicht freigelassen, sondern starb nach einjähriger Haft am 14. August 1631 "auf'm Schloss in carcere“ (d.h.im Kerker des kurfürstlichen Schlosses).
• In Wächtersbach gab es im 16. Jahrhundert die weit verzweigte adelige Familie Faulhaber. 1564 wurde eine Frau dieser Familie als Hexe angeklagt. Ihr Vorname ist nicht überliefert, sondern sie wurde nur die Faulhaberin genannt. Im Ysenburgischen Büdingen wurde sie vor Gericht gestellt, und von Graf Georg erging die Order, die Faulhaberin im peinlichen Verhör hart anzugreifen (zu foltern). Sie trotzte der Folter und zerriss mit ihrem Schweigen die Kette der Denunziationen.
• Anna Göldi (oder Göldin, *1734 in Sennwald, † Juni 1782 in Glarus hingerichtet) gilt als die „letzte Hexe Europas“. Göldi stammte aus armen Verhältnissen und arbeitete als Dienstmagd. Sie gebar 2 Kinder, das erste starb kurz nach der Geburt, und sie wurde darauf wegen Kindsmord verurteilt und bestraft.
• Anna Gribbenis wird am 15. Oktober vor dem Steintor verbrannt. Der Fronmeister erdrosselt sie, verbrannt wird die Tote.
• Freunnd Happen wurde am 19. Juli 1660 von Bürgermeister und Rat der Stadt Rüthen wegen des Verdachtes des Lasters der Zauberei in seinem Haus gefangen genommen und an das Gericht in der Stadt übergeben. Freunnd Happen trotzte der Folter und schaffte es, keinen Menschen zu denunzieren. Nach zwei Monaten Haft und dreimaliger schwerster Folter wurde Freunnd Happen am 23. September 1660 freigesprochen.
• Die Geschehnisse um Katharina Haan und ihre Familie markieren einen dunklen Punkt in der Geschichte des Bistums Bamberg im 17. Jahrhundert. Die Frau von Dr. Georg Haan, Kanzler des Bamberger Fürstbischofs Johann Georg II. Fuchs von Dornheim, wurde von Neidern als Hexe denunziert und hingerichtet. Der größte Teil ihrer Familie wurde ebenfalls gezielt ausgelöscht.
• Barbara Hedlerin (Geburts- und Todesdatum unbekannt, aus Weißenbronn bei Heilsbronn) wurde 1592 zur Zeit der Hexenverfolgungen in einem Hexenprozess im Markgraftum Ansbach angeklagt.
• Katharina Henot (* 1570/1580 in Köln; † 19. Mai 1627 in Köln-Melaten) war eine Kölner Patrizierin und das bekannteste Opfer der Kölner Hexenverfolgungen. Sie wurde als angebliche Hexe zunächst erdrosselt und dann verbrannt.
• Dorte Hilleke trotzte 1631 in den Mendener Hexenprozessen der Folter. Die heutige Stadtbibliothek in Menden wurde am 12. April 1994 nach ihr benannt.
• Maria Holl (*1549 in Altenstadt bei Geislingen; †1627) war eine Gastwirtin in Nördlingen. Sie wurde als Hexe angeklagt, überstand aber die Folterungen und wurde freigesprochen.
• Am Samstag, den 5. Oktober 1619 wurde Heinrich Jaspers wegen Hexerei und Zauberei in Buldern öffentlich verbrannt.
• Heiligabend, am 24. Dezember 1635, wurde Hester Jonas in Neuss von einem Scharfrichter mit dem Schwert enthauptet. Ihr Körper wurde danach verbrannt. Ihre Asche ist dann am gleichen Tag in alle Winde verteilt worden. Das komplette Verhörprotokoll des Hexenprozesses ist im Stadtarchiv Neuss einzusehen.
• Johannes Junius wurde unter der Regierung von Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim auf dem Scheiterhaufen verbrannt, nachdem er in einem verzweifelten Brief an seine Tochter Veronica vom 28. Juli 1628) seine Unschuld beteuert hatte. Er war als Trudner (Hexer) verurteilt und wartete im Bamberger Drudenhaus auf die Hinrichtung. Junius kann als typisches Opfer des Hexenwahns gelten.
• Katharina Kepler (* unbekannt; † 1621), Mutter des kaiserlichen Astronomen Johannes Kepler, 1615 während einer Hexenverfolgung angeklagt. Dies ist einer der bekanntesten württembergischen Hexenprozesse. Im Oktober 1620 konnte Kepler ihre Freilassung durchsetzen. Katharina Kepler verstarb schon ein Jahr später an den Folgen der Folter.
• Am Samstag, dem 11. Juli 1615 verlasen die Herren Richter das Urteil: Wenige Tage später wurde Peter Kleikamp bei lebendigem Leibe auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
• Kunigunde, Tochter der Schwarzen Krein (Abkürzung von "Katharina" ) , ca. 1638 in Seulberg geboren, am 19. April 1654 in Bad Homburg wegen Hexerei hingerichtet..
• Anna Landmann , gestorben am 7.Januar 1597 in Hornburg, letzte Hexe von Hornburg.
• Der ehemalige Bürgermeister Hilger Lirtzen wurde aufs Schärfste gefoltert, legte aber kein Geständnis ab. Wochenlang blieb er mit schmerzvollsten Verletzungen im Gefängnis. Dann folgten weitere Verhöre auf dem Hexenstuhl, bis er schließlich ein Geständnis ablegte und im Juli 1631 verbrannt wurde.
• Elsa Plainacher wurde um 1513, als Elisabeth Holtzgassner Österreich in Pielamund, einer kleinen Ansiedlung nächst der Stadt Melk NÖ, an der Mündung des Flusses Pielach in die Donau, geboren. 1583 wurde sie im Zuge des Hexenwahns als Hexe verurteilt und hingerichtet.
• Ottilia Preußing, geboren 9. April 1654 in Bad Homburg, wurde wegen Hexerei hingerichtet. Sie ist die Witwe des 1645 gestorbenen Bad Homburger evangelischen Pfarrers Lorenz Preußing.
• Margarete Siekmann (* (? um 1595); † 10.08.1653) war die Tochter von Johann Siekmann (geb. ca. 1550, gest. nach 1592 vermutlich in Lemgo). Sie wurde 1653 der Hexerei angeklagt und am 10.08.1653 hingerichtet.
• Maria Rampendahl, (* ca. 1645 in Lemgo in der Grafschaft Lippe; † 1705 in Varel) war die letzte als Hexe angeklagte Frau in Lemgo.
• Anna Schnidenwind (* ca. 1688 in Wyhl als Anna Trutt) war eine der letzten Frauen, die in Deutschland als Hexe öffentlich hingerichtet wurden. Sie wurde am 24. April 1751 in Endingen am Kaiserstuhl im Breisgau verbrannt (nach vorheriger Erdrosselung). Der 63jährigen Bäuerin wurden der Teufelspakt und Brandstiftung vorgeworfen. Sie wurde für den verheerenden Brand Endingens am 7. März 1751 verantwortlich gemacht, den sie wohl beim Räuchern ausgelöst hatte.
• Elisabeth Strupp, († 3. August 1599 in Gelnhausen), Ehefrau des Gelnhäuser Pfarrers Johannes Strupp, wurde als Hexe hingerichtet.Sie wurde in der Zeit der Hexenverfolgungen von der Hausfrau Barbara Scherer (hingerichtet am 20.7.1599) als Hexe denunziert.
• Christine Teipel (* 1621; † 4. Mai 1630) wurde als Hexe in Oberkirchen im Sauerland in Deutschland hingerichtet.
• Trina Schlorff wurde 1697 in Mecklenburg öffentlich verbrannt.
• Merga Bien (* ca. Ende der 1560 -er Jahre in Fulda; † Herbst 1603 ) war in dritter Ehe verheiratet mit Blasius Bien, wurde am 19. Juni 1603 wegen Hexerei verhaftet, und im Herbst 1603 während der Hexenverfolgungen unter Balthasar von Dernbach auf dem Gerichtsplatz in Fulda hingerichtet.
Und viele mehr...
Es waren zum größten Teil Menschen, die ihrer Zeit weit voraus waren , und die ein unschätzbares Wissen besaßen . Vieles von dem ist unwiederbringlich verloren gegangen .





